Mother-daughter days

My mother arrived today to visit us. We have a few days to catch-up on mother-daughter things, that we miss since I moved abroad.

She met a few of my friends today and we enjoyed my cold new hometown together. To twist the family joke a tad: “Those who are not here with us, are stupid.” 🙂

Omega – Tízezer lépés


This song is pure happiness. I once even told my family I would pick this as my wedding song (if for some strange reasons I would have a wedding where a song is needed). Today, it simply reflects my contentness. My life is beautiful – with all its challenges.

Robert Plant – Rainbow

Shine your light

Tomorrow, I’ll enter the unknown again and face a challenge I never did before. No matter how it goes, I will learn from it. I have nothing to lose.

Tonight, I went to a German class – it is an open class by Deutsch für Dich, in a Raucherkneipe in Neukölln. Text + Conversation. We were discussing a text from the movie Der Himmel über Berlin.

Peter Handke – Lied Vom Kindsein

Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluß,
der Fluß sei ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.

Als das Kind Kind war,
wußte es nicht, daß es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.

Als das Kind Kind war,
hatte es von nichts eine Meinung,
hatte keine Gewohnheit,
saß oft im Schneidersitz,
lief aus dem Stand,
hatte einen Wirbel im Haar
und machte kein Gesicht beim fotografieren.

Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche
nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein, daß ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?

Als das Kind Kind war,
würgte es am Spinat, an den Erbsen, am Milchreis,
und am gedünsteten Blumenkohl.
und ißt jetzt das alles und nicht nur zur Not.

Als das Kind Kind war,
erwachte es einmal in einem fremden Bett
und jetzt immer wieder,
erschienen ihm viele Menschen schön
und jetzt nur noch im Glücksfall,
stellte es sich klar ein Paradies vor
und kann es jetzt höchstens ahnen,
konnte es sich Nichts nicht denken
und schaudert heute davor.

Als das Kind Kind war,
spielte es mit Begeisterung
und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch,
wenn diese Sache seine Arbeit ist.

Als das Kind Kind war,
genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.

Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand
und jetzt immer noch,
machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge
und jetzt immer noch,
hatte es auf jedem Berg
die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,
und in jeder Stadt
die Sehnsucht nach der noch größeren Stadt,
und das ist immer noch so,
griff im Wipfel eines Baums nach den Kirschen in einem Hochgefühl
wie auch heute noch,
eine Scheu vor jedem Fremden
und hat sie immer noch,
wartete es auf den ersten Schnee,
und wartet so immer noch.

Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch.


I couldn’t help but think “how sad that is”. That we tend to lose our freedom in thinking and overthink everything.

So tomorrow will be a good day. I’ll try to take it as it comes and leave all my worries behind. I’ll never grow up.
We’ll see where it leads. (It’s never too late to learn.)

Vera Jonas – Cold Fire

The weights we carry

Is there a limit to how many times you get to surprise yourself by seeing your thoughts from a distance? The moments, when you think you are prepared for all odds, because you think you have the experience. Then human behaviour happens and you just stand, all frozen, feeling the “aww” you used to feel as a child staring at something new.

These moments are mirrors. An opportunity to stare at yourself from a distance. Once you find the new set of lights, you feel like the weight of dread is off your shoulders.

Triggers like these give you a new kind of overview. Even if only temporarily. Honor them, while they last.

Marconi Union – Weightless

Send the elephants

Elephant in the porcelain store. – That’s what you feel like when you go somewhere unknown, taking risks. When the dice is on the other side. All you can do is wait and hope that throughout the years, your elephants learned to be very careful and that you’ve learned to send them to the porcelain store in the right time.
But they are elephants.

SOHN – Conrad